Aris & Aulis

Ensemble

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©️JoachimDette

Der Name des Ensembles ist Programm.
Inspiriert durch den Titel einer Sonatensammlung Ignaz Franz Bibers „Sonatae tam Aris quam Aulis“, frei übersetzt „zum Dienste an Altären und an Höfen“, bezeichnet es die Arbeitsfelder barocker Musiker.

Die Initiative zur Gründung ging aus dem Bedürfnis hervor, am Berliner Dom, einer repräsentativen Hauptkirche im Herzen Berlins, Kantaten und Oratorien mit einem Spezialistenensemble gut ausgebildeter Musiker der Alten Musik auf historischen Instrumenten aufzuführen.

Im Sinne der „Musik als Klangrede“ (N.Harnoncourt) ist Kommunikation das zentrale Thema: Mit den musikalischen Partnern, dem Publikum und innerhalb des Ensembles. Die Auswahl passender Konzertformate und deren sorgfältige Präsentation im Raum soll die jeweiligen Inhalte eindrücklicher machen.

Das Interesse an der Darstellung von Musik auf dem jeweils zeitgenössischen Instrumentarium und Fragen der Notation und Ausführung musikalischer Ideen in kulturellen und historischen Kontexten impliziert auch ein natürliches Interesse an heutiger Musik. So sucht das Ensemble immer auch den Kontakt und die Zusammenarbeit mit lebenden Komponist*innen und konnte schon einige Kompositionen anregen und zur Uraufführung bringen.

Das Ensemble pflegt eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Chören Berlins wie der Berliner Domkantorei, dem Chor der Marienkirche , der Heilig- Kreuz-Kirche und Passionskirche, der Schlosskirche Buch, der Kirche zum Guten Hirten in Berlin Friedenau, dem Madiba-Chor und dem Ossietzky-Chor und begleitet regelmäßig die Aufführung von Oratorien und Kantaten auf historischem Instrumentarium.

Darüber hinaus initiiert Aris & Aulis eigene Konzertprojekte, in denen verschiedene Konzepte der Begegnung mit Musik anderer Epochen, Kulturen und Religionen im Zentrum stehen, u.a. Konzerte beim Festival “Randspiele” in Zepernick mit Uraufführungen von Milica Djordjevic, Martin Daske und Sebastian Winkler kombiniert mit Musik von J.S.Bach auf historischen Instrumenten sowie dem Festival Encounterpoint mit Uraufführungen von Andreas Staffel und Tobias Schwencke kombiniert mit F. Couperin.

Anlässlich der Grundsteinlegung des „House of One“ gestaltete Aris & Aulis im Oktober 2019 gemeinsam mit Marie Louise Schneider und dem Chor der Marienkirche die Uraufführung der aus dem Wunsch nach interkulturellem Dialog entstandenen Oratorischen Szenen “In wüstem Land ohne Weg” von Saad Thamir.

Im Sommer und Herbst 2020 veranstaltete das Ensemble in Zusammenarbeit mit der Kirche zum Guten Hirten in Friedenau die beiden Konzertreihen „Sommerliebe“ und „MehrLicht!“
Musiker*innen des Ensembles präsentierten sich mit Gästen aus verschiedensten musikalischen Bereichen, von Renaissance bis zu Außereuropäischer und

Zeitgenössischer Musik sowie Jazz in Konzerten, die in Verbindung mit Literatur konzipiert waren.

In diesem Geist ist auch die Kammerkonzertreihe „Musik im Dialog“ gedacht, die von der Jury der Spartenübergreifenden Förderung empfohlen und vom Berliner Senat für Kultur und Europa 2021 unterstützt wird.
Sie wird ab April 2021 einmal monatlich in der Adventkirche im Prenzlauer Berg stattfinden.